September auf der kleinen Blumenfarm
- Sophia Flaig
- 1. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Der September ist für mich eine besondere Zeit auf der Blumenfarm und im Garten. Der Sommer klingt langsam aus, die Tage werden kürzer und das Licht verändert sich. Alles bereitet sich auf den Herbst vor, und ich spüre, wie auch mein Garten zur Ruhe kommt, während er sich auf den Winter einstellt.
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Garten naturnah auf die kommenden Monate vorzubereiten. Ich mulche Beete, um den Boden zu schützen und Feuchtigkeit zu speichern. Kompost oder gut verrotteter Mist wird verteilt, damit die Erde gesund bleibt und im nächsten Jahr wieder kräftige Pflanzen tragen kann. Pflanzenreste können liegen bleiben oder untergegraben werden – sie geben kleinen Tieren Unterschlupf und fördern das Bodenleben.

Rückzugsorte für Insekten, Igel und andere Tiere sind jetzt besonders wichtig. Laubhaufen, kleine Holzhaufen oder alte Töpfe bieten Schutz für den Winter. So bekommen all die Lebewesen, die unseren Garten beleben, Platz, um durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Samenstände der Stauden können nun langsam stehen bleiben: Sie bieten Vögeln Nahrung und dienen gleichzeitig als natürliche Aussaat für das nächste Jahr. Alles, was wir jetzt tun, unterstützt das Leben im Garten – Pflanzen, Tiere und Boden – auf natürliche Weise.
Fallobst lasse ich größten Teils liegen, als Nahrung für alle möglichen Tieren.
Blumenfarm im September
Für meine Blumenfarm heißt das: Ich sammle Samen von den besten Sorten, schneide die letzten Schnittblumen für meine Abos und den kleinen Stand und achte darauf, dass genug Pflanzen für Insekten und Vögel übrigbleiben. Wer sich selbst Samen sammeln möchte, kann jetzt die reifen Samenstände vorsichtig abschneiden, trocknen und lagern. So ist im Frühjahr die nächste Blütenpracht gesichert.
Ein Herz für die Lebewesen
Im September spüre ich besonders deutlich, wie wichtig es ist, allen Lebewesen im Garten Platz zu geben. Jede Biene, jeder Schmetterling, jeder Vogel und sogar die kleinen ( mittlerweile eigentlich sehr großen ) Frösche gehören dazu. Sie machen den Garten lebendig und erinnern mich daran, dass ich nicht allein hier wirke. Alles, was ich tue, hat Einfluss und Konsequenzen – und alles, darf wachsen und leben.
Der September ist für mich eine Zeit des Beobachtens und Loslassens.
Auch wenn es mir sehr schwer fällt, da ich ein absoluter Sommermensch bin. Naturnahes Gärtnern bedeutet nicht Perfektion und schön Spießig aufgeräumt, sondern Aufmerksamkeit, Geduld und Liebe für alles, was lebt und wächst. Und wenn ich durch die Beete gehe und sehe, wie bunt, vielfältig und lebendig alles ist, weiß ich: Mein Garten ist genau richtig so, wie er ist. Auch wenn einige den Kopf schütteln über das angebliche Chaos.






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