Naurnah gärtnern
- Sophia Flaig
- 8. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Sept. 2025

Naturnah gärtnern – einfach so, wie es sich richtig anfühlt
Mein Garten ist für mich ein Ort voller Leben. Ich habe nie versucht, alles perfekt zu machen – Unkraut zu entfernen, alles gerade zu ziehen oder jeden Winkel zu kontrollieren. Für mich ist ein Garten ein Raum, in dem Pflanzen wachsen dürfen, Vögel singen, Bienen summen und kleine Tiere ein Zuhause finden.
Mit der Zeit habe ich immer deutlicher gespürt, wie alles miteinander verbunden ist: der Boden, das Wasser, die Pflanzen und die Tiere. Naturnah zu gärtnern bedeutet für mich, diesem Zusammenspiel zu vertrauen. Ich gebe den Pflanzen und Lebewesen Raum, beobachte sie, probiere aus und greife nur ein, wenn es wirklich nötig ist.
Ich arbeite mit Kompost, mulche, wo es Sinn macht, und setze auf Vielfalt. Mischkultur funktioniert bei mir besser als Monokultur, und wenn mal etwas nicht so wächst, wie ich es mir vorgestellt habe, ist das in Ordnung. Alles hat seinen Platz.
Chemie gibt es bei mir nicht. Erstens aus Prinzip , weil ich finde wir haben kein Recht so in die Natur einzugreifen, dass es Tieren schadet und die Natur kann vieles selbst regeln – sie braucht nur Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit. Und wenn ich sehe, wie viele kleinen Lebewesen den Garten besuchen, wird mir klar, dass es nicht nur um Pflanzen geht. Jede Biene, jeder Schmetterling, jeder Vogel gehört dazu. Sie machen den Garten lebendig und erinnern mich daran, dass wir alle miteinander verbunden sind. Mal ganz davon abgesehen, dass wir sie selbst auch zum Überleben brauchen .
Mein Herz schlägt für all diese kleinen Wesen, und mein Garten ist ein Spiegel davon. Er ist nicht nur ein Ort zum Pflanzen oder Ernten. Er ist Teil meines Lebens, ein Stück Heimat, ein Ort zum Beobachten, Staunen und Lernen. Naturnah zu gärtnern heißt für mich, aufmerksam zu sein, loszulassen und jeden Tag die kleinen Wunder zu sehen, die entstehen, wenn wir ihnen den Raum lassen. Allerdings heißt es auch viel Geduld haben. Beim Steine umtürmen zum Beispiel brauche ich Ewigkeiten, da erst jede Kellerassel runtergepustet wird :) .





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